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Schaufenster Stadtgeschichte Gütersloh: Die große und die kleine »Packe« am Alten Kirchplatz Gütersloh
Schaufenster Stadtgeschichte Gütersloh: Die große und die kleine »Packe« am Alten Kirchplatz Gütersloh
Rund um die Apostelkirche bildet das historische Fachwerk »U« den alten Stadtkern Güterslohs. Wer vom Alten Kirchplatz in Richtung Downtown zur Oberen Berliner Straße geht (oder umgekehrt), kennt sie: die kleine »Packe« und die große »Packe«. 2 Treppenanlagen – und ein Begriff, der heute erklärungsbedürftig wirkt.
Was bedeutet »Packe«?
Eine eindeutige, schriftlich belegte Herkunft ist bislang nicht greifbar. Naheliegend ist jedoch ein Zusammenhang mit dem niederdeutschen Wortfeld um »Patt« oder »Pad« – also »Weg«. Davon leitet sich auch das in Gütersloh bis heute gebräuchliche »Pättken« ab: ein schmaler Durchgang oder Nebenweg zwischen Häusern und Gärten.
Vorstellbar wäre, dass eine »Packe« ursprünglich eine besondere Form eines Weges meinte – einen steileren Aufgang, einen gestuften Weg oder eine Geländekante, die überwunden werden musste. Also weniger die einzelne Stufe als vielmehr das gesamte Bauwerk im Gelände. Die Deutung über das hochdeutsche »Pack« im Sinne von Bündel oder Warenanlieferung wirkt dagegen sprachhistorisch weniger wahrscheinlich – auch wenn die Vorstellung reizvoll ist, hier sei einst »hochgepackt« worden.
Vielleicht ist die »Packe« schlicht ein lokal gewachsener Ausdruck für einen Treppenweg. Ein Wort, das geblieben ist, obwohl seine genaue Herkunft im Dunkel der Mundartgeschichte liegt. Und genau das macht seinen Reiz aus: Die kleine und die große »Packe« sind nicht nur 2 Treppen – sondern ein sprachliches Relikt aus dem alten Gütersloh.
Das Foto zeigt die kleine »Packe«. Im Hintergrund ist die Apostelkirche zu sehen, links befindet sich aktuell das Lokal »Pasta Imperia«, rechts »Brillen Öpping«.